Füttern und Tränken in der kalten Jahreszeit
3. Dezember 2008 von Alexandra
Besonders in der kalten Jahreszeit füttern viele Reiter den Pferden ein warmes Mash. Und die Tiere lieben diesen wohlschmeckenden Brei. Ob der gesundheitliche Nutzen so groß ist, wie manchmal propagiert wird, ist zwar recht umstritten, aber warum sollte dem Pferd diese warme Mahlzeit vorenthalten werden.
Mash besteht aus Leinsamen, Weizenkleie, gequetschten Hafer und Salz. Diese so fertig angebotene Mischung muss in warmen Wasser ausreichend quellen, bevor sie verfüttert wird.
Gesünder und besser wird Mash noch durch die Zugabe von Kräutern, etwa Anis, Melisse, Kamille, Salbei oder Scharfgarbe. Auch Honig kann gerade bei der Fütterung von Mash an kranke Pferde durchaus eine positive Wirkung haben, vor allem schmeckt es dem Pferd noch besser, ebenso wie, wenn geraspelter Apfel hinzu gegeben wird.
Wichtig ist auch, dass im Winter ausreichend Heu verfüttert wird. Heu wird im Darm des Pferdes mikrobiell zerlegt. Das bedeutet, dass dabei im Pferd Abwärme entsteht, die es von innen her wärmt.
Das Wasser ist in vielen Ställen im Winter eiskalt. Viel besser ist es, den Tieren zumindest ab und zu, am besten aber so oft wie möglich (kommt auch ganz darauf an, wie kalt der Stall ist) bei der Fütterung warmes Wasser zu bringen.
Das Pferd muss dadurch weniger eigene Energie für das Aufwärmen seines Körpers verbrauchen.
In der Zeitschrift “Pferde Sport International” wurde in der Ausgabe 5/2008 ausgerechnet, dass die Gabe von täglich 30 bis 60 Litern erwärmten Tränkwassers eine deutliche Wirkung auf den Pferdekörper hat.
Leider haben Pferde auch die Angewohntheit, dass sie, ist ihnen das Wasser zu kalt, viel weniger trinken als normal.
Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass dies nicht passiert. Denn dadurch können Verstopfungen des Darmes entstehen. Also können Koliken die Folge sein, vor allem bei der Gabe von viel Kraftfutter.
An kalten Tagen, vor allem jedoch, wenn beim Pferd eine leichte Erkältung vorliegt, genießen auch viele Pferde einen Kräutertee.
Dieser kann leicht selbst hergestellt werden.
Der Reiter braucht jeweils 25 Gramm der Kräuter Thymian, Kamille, Malve, Scharfgarbe, Königskerze, Lungenkraut, Anis und Huflattich (getrocknet). Eine Handvoll einer solchen Mischung wird in einen Eimer oder ein anderes Gefäß gefüllt. Dann wird eine Kanne Wasser erwärmt und darüber gegossen.
Der Tee muss danach etwa 10 Minuten lang ziehen.
Er kann dann über das Kraftfutter gegeben werden. Dabei darf er natürlich nur noch handwarm sein.
Die meisten Pferde lieben einen solchen Kräutertee.
Super Tipps zur Zubereitung gibt es hier:
http://www.pferdethema.de/2008/01/03/winterzeit-ist-teezeit-auch-fur-unsere-pferde/
http://www.pferdethema.de/2008/03/25/viel-zu-kaltes-und-windiges-sauwetter-pferde-husten-vermehrt/
http://www.tier-kompakt.de/2007/10/26/winterzeit-ist-hustenzeit-wenn-pferde-husten/
Außerdem hat er auch einen positiven Effekt auf die Vorbeugung von Erkältungskrankheiten und hilft natürlich auch zur Überwindung, wenn diese schon entstanden sind. In dieser Hinsicht ist es bei Pferden wirklich kaum anders als bei Menschen.
Und Astrid hat in ihrem Blog vollkommen recht, wenn sie die Anregung gibt, zu Weihnachten dem Pferd mit einem warmen Mash etwas Gutes zu tun.